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Das Gehalt in der Ausbildung
Das duale System bedeutet, der Auszubildende ist als solcher im Betrieb angestellt, und erhält auch seine Ausbildungsvergütung durch den Betrieb, verbringt aber einen Teil seiner Arbeitszeit in der Berufsschule. In manchen Berufszweigen findet der Unterricht und die praktische Ausbildung blockweise statt, zum Beispiel sechs Wochen praktischer Ausbildung im Betrieb, zwei Wochen Berufsschule. Die Zeit, die der Auszubildende in der Berufsschule verbringt, gilt als Arbeitszeit und die Ausbildungsvergütung ändert sich dadurch nicht – sie ist festgelegt und beinhaltet Schule wie auch praktischen Teil der Ausbildung.
Eine Ausbildung dauert zwischen zwei und drei Jahren – die Dauer ist abhängig vom gewählten Ausbildungsberuf. Ausbildungen in Handwerksberufen dauern meistens drei Jahre, ebenso die kaufmännischen Ausbildungen. Es gibt aber auch Berufe, in denen verschiedene Abschlüsse möglich sind, so kann man zum Beispiel als Auszubildender zwei Jahre lang den Beruf des Verkäufers erlernen, nach drei Jahren jedoch – bestehen der Prüfung vorausgesetzt – schließt der Auszubildende die Ausbildung als Einzelhandelskaufmann ab, was deutliche mehr Chancen im Berufsleben bringt. Die zweijährigen Ausbildungen ermöglichen meistens kein größeres Weiterkommen im Berufsleben.
In der Ausbildung wird kein Gehalt gezahlt, sondern eine Ausbildungsvergütung. Diese ist im Rahmen der Ausbildungsverordnung tariflich festgelegt und nicht verhandelbar, kann sich aber in den einzelnen Bundesländern deutlich unterscheiden. Auch ist es durchaus möglich, dass zwei Auszubildende im gleichen Ausbildungsberuf trotzdem eine unterschiedliche Vergütung erhalten, dies ist aber in der Regel darin begründet, dass es Unternehmen gibt, die diesbezüglich Betriebsvereinbarungen beschlossen haben.
Die Ausbildungsvergütung erhöht sich mit jedem Abschnitt der Ausbildung. Bei Abschluss des Ausbildungsvertrages wird sie vertraglich festgelegt, und zwar in einen gewissen Betrag während dem ersten Ausbildungsjahr, der Vergütung im zweiten und dann auch dem dritten Ausbildungsjahr. Mit wachsender Ausbildungszeit hat der Auszubildende Kenntnisse und Fähigkeiten erworben, die dem Betrieb zugute kommen, von daher muss auch die Ausbildungsvergütung steigen. Die Ausbildungsvergütung liegt je nach Ausbildungsberuf zwischen 250 und 1200 Euro.
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