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Gehalt und Berufsbild des Grundschullehrers

Der Beruf des Grundschullehrers ist von daher nicht nur Beruf, sondern setzt Berufung voraus. Der Grundschullehrer unterrichtet die Schulanfänger von der ersten bis zur vierten Klasse, und bei idealen Voraussetzungen bleibt er alle vier Jahrgänge über der Klassenlehrer. Der Grundschullehrer unterrichtet die Kinder in Deutsch, Mathematik, eventuell Musik, Kunst, Religion, Sachunterricht. Kein Grundschullehrer kann all diese Fächer alleine unterrichten, von daher werden manche Unterrichtsstunden auf feste Fachlehrer verteilt. Als Klassenlehrer ist und bleibt man jedoch die wichtigste Person während der Grundschulzeit der Kinder.

Er ist im pädagogischen Sinne auch die Schnittstelle zwischen den Kindern und den Eltern. Der Grundschullehrer muss davon ausgehen, dass die Kinder in den ersten vier Schuljahren nicht nur den Lehrstoff vermittelt bekommen müssen, sondern er ist auch erzieherisch tätig. Die Kinder müssen ein gesellschaftlich akzeptables Verhalten erlernen, im Umgang miteinander, im Umgang mit schuleigenen Gegenständen, im Umgang mit dem Lehrpersonal. Regelmäßige Gespräche mit den Eltern sind erforderlich, um pädagogisch sinnvoll arbeiten zu können. Der Grundschullehrer muss sich darüber bewusst sein, dass er den Grundstein für die weitere, schulische Entwicklung seiner Schüler legt, und entsprechend pädagogisch vorgehen.

Die Tätigkeit eines Grundschullehrers erfordert auch viel Arbeit, die von zu Hause aus erledigt werden muss. Klassenarbeiten müssen vorbereitet und korrigiert werden, die Kommunikation mit den Eltern findet in der Regel grundsätzlich nach Unterrichtsschluss statt. Regelmäßige Elternabende müssen vorbereitet und organisiert werden, und an diesen Abenden muss der Grundschullehrer selbstverständlich als Hauptfigur fungieren.

Grundschullehrer ist ein Beruf, der sehr viel Freude bereiten kann, allerdings auch Verantwortung in allerhöchstem Maße bedeutet, denn nie wieder in der Laufbahn eines Kindes wird ein Lehrer pädagogisch so viel erreichen können wie in den ersten vier Schuljahren.

In den alten Bundesländern ist der Grundschullehrer noch als Beamter beschäftigt, in den neuen Bundeslehrern arbeitet er als Angestellter der jeweiligen Schule. Bei Grundschullehrern mit Beamtenstatus ist das Einstiegsgehalt in entsprechenden, landeseigenen Tabellen festgelegt, und die Höhe der Beamtenbesoldung wächst mit der Anzahl der Dienstjahre in diesem Beruf. In den neuen Bundesländern ist das Einstiegsgehalt meistens verhandelbar, in vielen Fällen jedoch verwenden die Schulen Gehaltstabellen, nach denen sich gerichtet wird. Aber auch wenn der Grundschullehrer Gehaltsempfänger ist und keinen Beamtenstatus hat, steigt das Gehalt mit den Jahren. Das Einstiegsgehalt gilt nur für Lehrer, die direkt nach dem Studium eine Anstellung als Grundschullehrer annehmen. Wechselt der Lehrer nach einigen Jahren an eine andere Schule oder in ein anderes Bundesland, muss bei der Höhe der Besoldung oder des Gehaltes die Anzahl der Jahre berücksichtigt werden, die er im Schuldienst bereits absolviert hat.