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Die gute Seele der Station – die Krankenschwester

Wer sich zum heilen und helfen berufen fühlt, ist ganz sicher richtig im Beruf der Krankenschwester. Die Ausbildung zur Krankenschwester dauert drei Jahre. Ausbildungsinhalte sind Krankheitslehre, Medikamentenkunde, Anatomie, Hygiene, und vieles mehr. Der praktische Teil der Ausbildung findet im Krankenhaus statt, in der Regel muss die Schülerin alle wichtigen Stationen im Krankenhaus durchlaufen, Chirurgie, Intensivstation, normale Stationen, Gynäkologie, aber auch die Kinderstation. Die Krankenschwester lernt von Grund auf die Pflege der Patienten mit allem, was dazu gehört, ebenso das Stellen der Medikamente und das Spritzen, wie auch Blut abnehmen. Mit abgeschlossener Prüfung erhält sie das Staatsexamen. Fortan ist die Krankenschwester alleine verantwortlich für das Wohl der Patienten während ihrer Schicht, und darf Schüler als Praxisanleiterin begleiten.

Krankenschwestern arbeiten in drei Schichten: Frühdienst, Spätdienst, Nachtdienst. Oftmals arbeiten Krankenschwestern zehn bis vierzehn Tage am Stück, und haben dann vier Tage frei, bevor sie in die nächste Schicht wechseln.

Eine Möglichkeit, beruflich weiterzukommen, gibt es für Krankenschwestern grundsätzlich. Bereits nach ein bis zwei Jahren gesammelter Berufserfahrung besteht die Möglichkeit, die Weiterbildung zur Stationsleitung oder zur Pflegedienstleitung zu absolvieren. Es kann eine Fach-Weiterbildung zur OP-Schwester oder zur Intensivkrankenschwester gemacht werden.

Der Beruf erfordert ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, an Einsatzbereitschaft, und man muss bereit sein, auch an Wochenenden und Feiertagen zu arbeiten, das gilt auch für Feste wie Weihnachten und Sylvester. In der Regel werden jedoch die Dienstpläne so gestaltet, dass auf persönliche Bedürfnisse Rücksicht genommen wird, und dass nicht alle Feiertage immer wieder von den gleichen Schwestern belegt sind, sondern auf das gesamte Team gleichmäßig aufgeteilt sind.

Eine Krankenschwester bekommt Gehalt. Da sie in der Regel in einem Krankenhaus arbeitet, ist dieses meistens tariflich festgelegt. Berufsanfänger kurz nach dem Staatsexamen verdienen selbstverständlich etwas weniger als Krankenschwestern mit jahrelanger Ausbildung. Das Gehalt steigt aber mit der Anzahl der Dienstjahre und der damit gesammelten Berufserfahrung. Wer zum Beispiel eine Weiterbildung zur OP-Schwester absolviert und fortan im OP assistiert, steigt ebenfalls in eine höhere Gehaltsklasse auf. Ein Gehaltsvergleich ist immer positionsabhängig.